Natural Horse & Hoof Care  nach Jaime Jackson 

Wer ist Jamie Jackson?  

Jamie Jackson ist einer der Hauptpioniere der Natural Hoofcare. Als ehemaliger Hufschmied hat er in den 80er Jahren vier Jahre lang die Wildpferdeherden im amerikanischen Großen Becken (Great Basin) begleitet, ihr Verhalten studiert und ihre Hufe vermessen. Nach dem Modell ihrer vorbildlichen Hufe hat er seine spezielle Barhufpflege entwickelt. Anhand seiner Beobachtungen im Great Basin hat er später die naturnahe Haltungsform Paddock Paradise entworfen. Aus patentrechtlichen Gründen wird sie hierzulande oft Paddock Trail genannt, meint aber ein und dasselbe. Jaime Jackson ist der Gründer der Association for the Advancement of Natural Horse Care Practices (AANHCP) und des Institute for the Study of Natural Horse Care Practices (ISNHCP)

Unser Vorbild ist die Natur, und damit das Wildpferd. Nicht irgendwelche Wildpferde, sondern ausschließlich solche, die in einem Habitat (Lebensraum) wohnen, das ihrer evolutiven Adaptation entspricht. Nur dann sind die Lebensumstände (Nahrung, Beschaffenheit des Untergrundes, etc.) artgerecht und die Pferde sind kerngesund - inklusive ihrer Hufe.     

Wildpferde in Nevada im Great Basin der USA

 

Was wäre so ein Habitat? Die halbtrockenen Steppen des östlichen Eurasischen Kontinents - die Regionen, die die heutige Ukraine und Kasachstan umfassen - zum Beispiel. Oder die Steppen oder Hochwüsten des Großen Beckens (Great Basin) in den USA. Denn das Pferd kommt aus der Steppe, sein Organismus hat sich im Laufe von 55 Mio Jahren auf genau so einen Lebensraum spezialisiert. Alles andere ist suboptimal bis problematisch, je nachdem wie nahe wir unsere Haltungsbedingungen an die ursprünglichen Lebensbedingungen des Pferdes annähern können.   

-> Buchtipp: The Natural Horse, Jaime Jackson

 

Werfen wir also einen Blick auf die vitalen ausgewilderten Hauspferde im amerikanischen Great Basin - und auf die Beschaffenheit ihrer "homerange"... 

 

Nevada, Great Basin, Sept.2015


Wildpferdeherden, die nicht in steppenartigen Gebieten leben, sondern Zugang zu saftigen Weidegründen haben, zeigen genau dieselben pathologischen Symptome wie unsere Hauspferde: Verdauungs- und Stoffwechselstörungen, Koliken, deformierte Hufe, Hufrehe, Strahlfäule, minderwertige Hufhornqualität, geringes Hornwachstum, Fühligkeit...  

Diese Wildpferde können nicht als unser Modell dienen, wenn wir auf der Suche nach einem Vorbild für einen gesunden Huf sind.  

Fotonachweis: 

Alle Fotos auf dieser Seite (Warum Wildpferdemodell?) wurden von mir selbst im September 2015 in Nevada angefertigt.  Die Fotos dürfen nicht heruntergeladen und anderweitig verwendet werden ohne mein Einverständnis. Vielen Dank für Ihr Verständnis.